Sehenswürdigkeiten in Recklinghausen

Sehenswürdigkeiten in Recklinghausen


Hausbrauerei Boente

Die Hausbrauerei Boente liegt in Recklinghausen in der Augustinessenstraße. Ganz in der Nähe des Hauptmarktes, kurz vor dem ehemaligen Ring um die Stadt Recklinghausen, ist die Hausbrauerei Boente zu finden. Sie wurde 1988 eröffnet. Die Anfänge der Gaststätte reichen jedoch zurück bis ins Jahr 1830. Damals gründete Wilhelm Schüchtermann die Kornbrennerei in der Augustinessenstraße. 1940 übernahm Wilhelm Boente die Kornbrennerei und bis 1988 wurden hier Spirituosen gebrannt. Natürlich ist auch hier das Reinheitsgebot aus dem Jahre 1516 oberstes Gebot. Erstaunlich ist es, wie bei so wenig Zutaten immer wieder neue wunderbare Kreationen herauskommen. Hier ist der Fantasie des Braumeisters fast keine Grenzen gesetzt. Vor etwa 6000 Jahren haben die Sumerer das erste Bier gebraut. Allerdings war dieser Saft fast nicht vergleichbar mit dem heutigen Bier. Auch die Germanen brachten ein ähnliches Getränk zustande. Im Mittelalter wurden jedoch immer mehr Zutaten hinzugemischt, die auch teilweise lebensgefährlich waren. Daher verabschiedete man 1516 das deutsche Reinheitsgebot. Es besagt, dass die ründete haben sich früher auch der Braukunst hingegeben. Bier zu brauen ist ein Kunst. Man muss sich ihr mit Liebe und Mühe widmen, ansonsten kommt nichts Trinkbares dabei raus. Meistens sind es nur kleine Nuancen, die den Geschmack des Bieres ausmachen. Aber genau aus diesem kleinen Unterschied resultiert die Verbundenheit des Gastes mit dem Bier und damit auch mit dem Ort und der Gaststätte. In der Hausbrauerei können die Gäste eine Arbeitsgänge des Bierbrauens bewundern. Angeboten werden hier die Biere Boente´s. Das ist ein Helles, hefetrübes, untergäriges Vollbier. Daneben erhält der Gast Boente´s Spezial, ein dunkles, hefetrübes, obergäriges Vollbier. Dieses Bier ist für das Vest ein wenig ungewöhnlich.


Blutbuche am Westerholter Weg

In unserer Region gibt es gut Zechen, Kauen und alte Maschinenhallen, die besichtigt werden können. Sie erzählen die industrielle Geschichte der Region. Aber weniger bekannt sind die Naturdenkmale. Das sind über mehr als 100 Jahre alte Bäume und noch ältere Findlinge. Sie haben einen Vorteil, sie leben. Im Gegensatz zu den Gebäuden und Museen, die es so zahlreich im Ruhrgebiet gibt. Die Blutbuche am Westerholter Weg in Recklinghausen ist eine dieser Naturdenkmale. Auf der Liste der Kreisverwaltung stehen alle aufgeführt. Es sind 146. Die Blutbuche am Westerholter Weg ist die Nummer 146. Sie ist rund 20 Meter hoch. Der Kreis ist für die Erhaltung der Naturdenkmale zuständig. Für die Kreisverwaltung kann es sehr kostenspielig werden, wenn die Bäume krank werden und dadurch zur Gefahr. Die Kreisverwaltung muss garantieren, dass nichts passiert, wenn ein Fussgänger unter den Bäumen herläuft. In Amtsdeutsch heißt es, ihm obliegt die Verkehrssicherheitspflicht. Gemäß § 22 des Landschaftsgesetzes von Nordrhein Westfalen sind Naturdenkmale Einzelschöpfungen der Natur oder entsprechende Fläche bis zu 5 ha, soweit ihr besonderer Schutz aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder erdgeschichtlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist. In Haltern am See befinden sich alleine 28 dieser Naturdenkmale. Damit ist die Stadt Spitzenreiter. In Recklinghausen befinden sich 18 Naturdenkmale. Das berühmteste von den 146 ist die Hexenbuche in der Hohen Mark. Sie wurde aber leider im Jahre 2005 durch einen Schneesturm zerstört. Die Naturdenkmäler auf der Liste haben normalerweise keine Namen. Sie haben nur eine Nummer. 2 bis 3 mal im Jahr werden die Naturdenkmäler vom Kreis aufgesucht und der Zustand der Bäume wird geprüft. Es wird fotografiert, gemessen und auf Krankheiten hin untersucht. Einiger dieser Naturdenkmale stehen auch auf privaten Grundstücken. Der Kreis hat die Verpflichtung, sich auch um diese Denkmäler zu kümmern. Die Eigentümer haben aber die Pflicht, Veränderungen oder Beschädigungen an den Bäumen oder Findlingen sofort zu melden.


Umspannwerk

Jeder benutzt heutzutage Steckdosen. Sie werden auch eingemauerte Schweinenasen. Aber kaum Jemand weiss, was hinter den Steckdosen passiert. Daher sollte man das Umspannwerk in Recklinghausen einmal besuchen, um seine Wissenslücken zu schließen. Es ist denkmalgeschützt. 1928 wurde das Gebäude errichtet. Ursprünglich diente es nur der Stromverteilung. Das ist heute auch noch der Fall, aber gleichzeitig ist hier ein sehr interessantes Museum untergebracht. Der Titel lautet: Strom und Leben. Hier erfahren die Besucher die Geschichte des Stroms. In spielerischer Weise können sie Experimente durchführen, die der Stromerzeugung dienen. Aber auch eine alte Straßenbahn aus den 30er Jahren kann besichtigt werden. Des weiteren kann der Besucher auf einem elektrischen Klavier spielen. Eine interessante Ausstellung zeigt die Möglichkeiten, die durch die Elektrizität erst wahr geworden sind. Aber neben dem Museum ist auch das Gebäude sehenswert. Das imposante Gebäude sollte das Stadtbild verbessern. An ihm wurde 2 Jahre lang gebaut, bis schließlich ein 50 Meter langes Schalthaus, ein Trafohaus, ein Wohnhaus und eine Leitwarte entstanden sind. Das Umspannwerk in Recklinghausen ist somit heute ein Baudenkmal, eine moderne Betriebsstätte und auch ein Museum. Wer erfahren möchte, was passiert, wenn man in eine eingemauerte Schweinenase fasst, sollte sicherheitshalber hierher fahren. Denn Strom selber ist nicht greifbar. Hier kann der Besucher jedoch so einiges ausprobieren, was im normalem Leben nicht ratsam wäre. An bestimmten Tagen finden hier auch Führungen statt. Sie dauern fast 75 Minuten und zeigen alle Themen im Museum.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Recklinghausen

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Münster

Landkreis:
Recklinghausen

Höhe:
85 m ü. NN

Fläche:
66,43 km²

Einwohner:
119.050

Autokennzeichen:
RE

Vorwahl:
02361

Gemeinde-
schlüssel:

05 5 62 032

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